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Schaf und Lamm
  Das Spiegelschaf
                                    Bestandesentwicklung steigend
   
         
   

Beim Spiegelschaf handelt es sich um ein mittelgrosses Schaf, das neben seiner sonst weissen Farbe eine charakteristische Kopfzeichnung zeigt: schwarze Augenflecken, schwarze Ohrspitzen und schwarze Nüstern. Züchter aus dem Herkunftsgebiet des Spiegelschafs – dem Prättigau und der Bündner Herrschaft – nennen diese Tiere wegen ihrer Augenflecken auch «Brillni». Je älter die Tiere werden, desto mehr verblasst diese Zeichnung am Kopf. Gut gezeichnete Tiere sind als Lämmer am ganzen Körper gefleckt, aber nach der ersten Schur bleibt die Wolle auch über den dunklen Flecken weiss – ein weiteres charakteristisches Merkmal dieser Rasse. Der Kopf ist eher lang, gerade, schmal, mit getragenen, mittellangen Ohren.
 
Seinen Namen erhielt das Spiegelschaf von der markanten, wollfreien, glatten Stirn, dem sogenannten «Spiegel». Die unbewollte Stirn gehört zum Rassestandart dieses Schafes. Die Körperwolle ist ziemlich fein und oft gezwirnt. Kopf, Bauch und Beine sind nicht bewollt. Die Auen lammen ein bis zwei Mal pro Jahr. Sie haben meistens Mehrlingsgeburten und gute Muttereigenschaften. Die Mastfähigkeit der Lämmer ist vergleichsweise gut. Seit Januar 2004 ist das Spiegelschaf als Schweizer Schafrasse beim Bund offiziell anerkannt.

     
   

 

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